Die Vollkaskoversicherung ergänzt dabei die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung.

Mit der Vollkaskoversicherung schützen Sie nicht Ihren Unfallgegner sondern sich selbst!

Jedes Auto muss vom Gesetzgeber her haftpflichtversichert sein. Doch sollten Sie es nicht vielleicht auch noch teil- oder vollkaskoversichern? Diese Frage ist immer auch eng an das Fahrzeug und den Wert des Fahrzeugs geknüpft. Vor allem neuwertige und sehr wertvolle Fahrzeuge sollten wenn möglich mit einer zusätzlichen Vollkaskoversicherung versichert werden. Aber nicht nur der Zustand des Fahrzeugs, auch Ihre eigenen Fahrkünste sollten Sie in die Entscheidung mit einfließen lassen. Sind Sie ein erfahrener Fahrzeuglenker und handelt es sich um einen Gebrauchtwagen, wird es daher wenig Sinn machen, eine Vollkaskoversicherung abzuschließen.

Tarifrechner

Doch wie berechnet man eine Kaskoversicherung überhaupt?

Wie auch bei der Haftpflichtversicherung, fließen bei der Berechnung der Tarifhöhe einige Merkmale mit ein. So werden beispielsweise das Alter des Autos, das Alter des Fahrers und die Häufigkeit der Nutzung bzw. die jährliche Kilometerleistung in die Berechnung mit einbezogen. Auch das bisherige Fahrverhalten wird gerne als Maßstab für die Tarifhöhe verwendet.

Die Vollkaskoversicherung zählt zur Gruppe der freiwilligen Zusatzversicherungen

Sie wird also zusätzlich zur gesetzlich vorgeschriebenen KFZ-Haftpflichtversicherung abgeschlossen und soll auch jene Bereiche abdecken, die nicht in den Leistungsbereich der Haftpflichtversicherung hineinfallen. Rechtlich gesehen, handelt es sich bei der Voll- und Teilkaskoversicherung nicht um zwei unterschiedliche Versicherungsarten, sondern nur um eine unterschiedliche Definition des Leistungsumfangs. Bei der Selbstbeteiligung, die in Ihrer Höhe erheblichen Einfluss auf den Tarif hat, wird allerdings von den meisten Versicherungsunternehmen durchaus zwischen Voll- und Teilkasko unterschieden.

Hat man also eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen, kann man die Selbstbeteiligung für Schäden aus dem Teilkaskoleistungsbereich anders ansetzen, als jene für Schäden aus dem Vollkaskoleistungsbereich. Ein bedeutender Unterschied zwischen Teil- und Vollkasko ist auch die Bedeutung der Schadenfreiheitsklasse. Während diese bei der Teilkaskoversicherung keinen Einfluss auf die Tarifhöhe hat, wird sie bei der Berechnung des Vollkaskoversicherungstarifs eingerechnet.

Wer eine Vollkaskoversicherung als Erweiterung zur Teilkaskoversicherung abschließt, kann den Tarif also zumindest für den auf die Vollkaskoversicherung zutreffenden Betrag, mit dem Schadenfreiheitsrabatt reduzieren. Bis zum Jahr 2003 und der Kaskoreform konnte es somit vorkommen, dass eine Vollkaskoversicherung erheblich günstiger ausfiel, als eine Teilkaskoversicherung. Bezeichnet wurde dieses Phänomen damals als sogenannter „Organikbruch“.